Nur Mieten und Tanken

Interview mit Michael Busch, Geschäftsführer der Maske Fleet GmbH

„Wir haben einen sehr hohen Standard bei unseren Fahrzeugen und sind sehr flexibel“, verdeutlicht Michael Busch, seit Anfang 2013 Geschäftsführer der Maske Fleet GmbH. „Das gilt sowohl für die Laufzeit als auch für die Laufleistung, die der Kunde benötigt. Unsere Mietverträge sind immer individuell und haben die optimale Mietrate. Wir bieten alles aus einer Hand, inklusive Werkstattservice und Ersatzwagen. Die Fahrzeuge können wir abholen, reparieren und zurückbringen. Und auch unsere Ersatzfahrzeuge sind immer so, dass die Kunden ihr Geschäft weiterführen können. Technologisch sind wir führend und tauschen unsere Fahrzeuge alle drei bis vier Jahre aus.“

Laufzeit bis zu fünf Jahren

„Wir bewegen alles, was auf vier Rädern zu bewegen ist“, verspricht der Geschäftsführer. „Wir vermieten unsere Fahrzeuge zu Mietzeiten von einem Monat bis zu fünf Jahren, die der Kunde beliebig wählen kann.“

So umfasst das Portfolio von Maske Fleet neben Pkw leichte Nutzfahrzeuge bis zu 3,5 t, zum Beispiel Pritschenwagen, Doppelkabinen für die Bauindustrie und Minibusse – allesamt herstellerübergreifend. Auch die kundenspezifische Ausstattung der Fahrzeuge mit Regalen und Sitzen übernimmt das niedersächsische Unternehmen.

„In unserem Pool befinden sich 10.000 Fahrzeuge, davon sind 150 bis 200 Autos direkt verfügbar“, erläutert Michael Busch. „Unsere ehemaligen Mietwagen verkaufen wir nach ihrer Laufzeit.“ Allein in den vergangenen drei Jahren ist die Flotte um 25% gewachsen.

60-jähriges Jubiläum

Das 1959 von Eckhard Maske gegründete Unternehmen feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Jubiläum. Das erste Fahrzeug, das der Firmengründer anschaffte, war ein VW-Bulli. Mitte der 1980er-Jahre übernahm sein Sohn die Geschäftsführung. Er steuerte das stetig wachsende Unternehmen auch sicher durch die Finanzkrise.

Michael Busch: „Wir haben alles gut gemeistert, weil wir flexibel mit unseren Fahrzeugen umgehen können. So können wir – anders als Leasingfirmen – unsere Mietverträge beliebig verlängern.“

2014 gründete die Firma ein österreichisches Tochterunternehmen, 2015 bezog sie ein neues Betriebsgelände direkt an der Autobahn, wodurch sich die Logistik deutlich vereinfacht hat. Seit Anfang 2019 gehört die bis zu 230 Mitarbeiter starke Maske Fleet zum japanischen Konzern Hitachi Capital Corporation.

Dank der Tochterfirma in Wien kann Maske Fleet Kunden mit Niederlassungen in Österreich Cross-Border-Geschäfte anbieten. In allen bedeutenden Großstädten Deutschlands existieren Maske Mietcenter. „Damit wollen wir nah bei unseren Kunden sein und können flexible Mietmodelle anbieten“, betont der Geschäftsführer. „Dort werden auch Reparaturen und Wartungen übernommen.“

Auch für Maske Fleet ist Elektromobilität ein wichtiges Thema. „Wir haben uns gerade den vollelektrischen chinesischen Transporter Maxus EV80 gekauft“, erklärt Michael Busch. „Er kann bis zu 10 m3 laden, fährt geräusch- und emmissionslos und erreicht zwischen 150 und 200 km pro Ladung.“ Zu den Kunden von Maske Fleet gehören unter anderem Pflege- und Paketdienste, Handwerker, Außendienstmitarbeiter und der öffentliche Dienst. Privatpersonen machen nur zwei Prozent des Umsatzes von 80 Millionen EUR aus.

Einstieg in Elektromobilität

Neben dem Internet, Newslettern und Telesales ist der Außendienst das wichtigste Vertriebsinstrument. „Wir wollen weiterwachsen wie bisher“, beschreibt Michael Busch einen Wunsch für die Zukunft. „Unsere Mietcenter-Strategie wollen wir ebenso voranbringen wie das Thema Elektromobilität. Viele scheuen davor zurück, sich selbst elektrische Autos zu kaufen. Da ist die Miete eine sehr gute Möglichkeit, um Elektrofahrzeuge ohne Risiko zu testen.“

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