Der Gipfel ist erst der Anfang

Interview mit Sebastian Schaller, General Manager Germany der Oberalp Deutschland GmbH

Die Wurzeln der Oberalp Gruppe liegen in Südtirol. Aus einer ursprünglich auf Vertrieb ausgerichteten Organisation entwickelte sich über die Jahrzehnte ein internationales „House of Mountain Brands“. Heute gehören die Marken Salewa, Dynafit, Pomoca, Wild Country, Evolv und LaMunt zur Unternehmensgruppe. Jede Marke besetzt dabei eine klar definierte Position innerhalb des Bergsports. 

Sechs Marken, eine gemeinsame Leidenschaft

„Unsere Marken konzentrieren sich alle auf ein gemeinsames Thema: das Bergerlebnis. Jedes Produkt wird entwickelt, um am Berg zuverlässig zu funktionieren“, erklärt Sebastian Schaller, General Manager Germany und Sales Manager der Gruppe. Während Salewa für alpines Erbe und technische Kompetenz steht, fokussiert sich Dynafit auf Performance und Geschwindigkeit. Wild Country verkörpert Sicherheit im Klettersport, Pomoca ist Spezialist für Skitourenfelle, Evolv adressiert die wachsende Kletter- und Boulder-Community und LaMunt entwickelt Bergsportbekleidung speziell für Frauen. Diese klare Positionierung sieht Sebastian Schaller als entscheidenden Wettbewerbsvorteil: „Wir wollen die führende Unternehmensgruppe für Bergsport sein. Unsere Spezialisierung auf dieses Segment ist ein entscheidender Erfolgsfaktor.“

Omnichannel als Zukunfts­strategie

Kontinuierliche Weiterentwicklung prägt die Arbeit der Oberalp Gruppe. Neue Produkte entstehen in enger Zusammenarbeit mit Athleten und Anwendern. Aktuelle Beispiele sind ein neuer Hochleistungs-Trailrunning-Schuh von Dynafit, die Weiterentwicklung des legendären Friends von Wild Country sowie der leichte Salewa-Wanderschuh Pedroc 2. Produziert wird dort, wo das jeweilige Fachwissen vorhanden ist. „Wir fertigen unsere Produkte an den Standorten, die über die größte Expertise verfügen. Gleichzeitig achten wir sehr genau auf Arbeitsbedingungen und nachhaltige Produktionsstandards“, betont Sebastian Schaller. Neben Produktinnovationen steht die Weiterentwicklung der Vertriebsstrukturen im Fokus. Der stationäre Handel bleibt wichtig, wird jedoch zunehmend mit digitalen Kanälen verknüpft. „Der Konsument erwartet heute ein nahtloses Einkaufserlebnis über alle Kanäle hinweg. Diese Omnichannel-Strategie ist eines unserer wichtigsten Zukunftsthemen“, sagt Sebastian Schaller. Auch künstliche Intelligenz gewinnt an Bedeutung – etwa bei Marktanalysen oder der Erstellung von Marketing­materialien. Trotz aller technologischen Entwicklungen bleibt für die Unternehmensgruppe jedoch ein Grundsatz unverändert: die Begeisterung für die Berge.

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