Die Customer Journey von A bis Z betrachtet

Interview mit Tushar Marwaha, Commercial Director DACH der Ibexa GmbH

Ibexa konzentriert sich seit den Anfängen auf die digitale Transformation von traditionellen Verkaufsstrategien, Content und Kundenerlebnissen und setzt dabei auf modulare Systeme, die das sukzessive Hinzufügen einzelner Bausteine ermöglichen. Ein ganzheitlicher Ansatz zieht sich wie ein roter Faden durch die Unternehmensstrategie.

Eine Plattform, viele Möglichkeiten

Ibexa wurde 1999 gegründet und ist ein norwegisches Unternehmen mit Hauptsitz in Oslo. Content Management-Systeme für Verlagsgruppen standen von Beginn an im Fokus des Unternehmens. „Damals entstanden viele CMS-Lösungen, allerdings konzentrierten diese sich mehrheitlich auf das Web“, erklärt Commercial Director DACH Tushar Marwaha.

„Ibexa folgte einem anderen Ansatz. Wir haben immer schnittstellenbasiert gearbeitet. Als nach zehn Jahren Inhalte auf verschiedene Kanäle gebracht wurden, Apps und Social Media-Kanäle entstanden, war Ibexa besser vorbereitet als andere. Wir konnten diese unterschiedlichen Kanäle direkt bedienen, was ein großer Wettbewerbsvorteil war. Der Trend ging immer stärker zum Headless CMS, also der Entkoppelung von Form und Inhalt, um verschiedene Formate zu bespielen. Darstellungen können so jederzeit flexibel erweitert werden.“

Ibexa bietet neben dem Headless CMS auch hybride Modelle an und hat sich neben dem Verlagswesen auch für andere Branchen geöffnet. Seit 2020 versteht sich das Unternehmen als reiner B2B-Dienstleister – eine neue Fokussierung, die einen Meilenstein markierte und das Unternehmen vom Markt absetzt. „Wir konsolidieren verschiedene Datensilos, Landschaften und Systeme, die unabhängig voneinander entstehen und nicht miteinander kommunizieren“, erklärt Tushar Marwaha. „Diese Komplexität lösen wir seit 25 Jahren.“

Customer Journey neu gedacht

Seit Beginn geht es bei Ibexa um die Customer Journey mit allen Facetten, um einzigartige, nachhaltige Erlebnisse. „Wir betrachten die Customer Journey von A bis Z“, unterstreicht Tushar Marwaha. „Damit alles reibungslos abläuft, arbeiten wir nicht mit verschiedenen Systemen, sondern mit einer einzigen modularen Plattform zum Erstellen und Optimieren digitaler Inhalte, die sukzessive erweitert werden kann. Es geht uns um innovative Lösungen, die einfach zu skalieren sind und angepasst werden können.“

Mit Partnern und Kunden

Auf dem Weg zu einer treffsicheren Customer Journey begleitet Ibexa die Kunden und pflegt enge Kontakte. „Dank unserer Größe können wir unseren Kunden schnellen und regelmäßigen Support bieten“, sagt Tushar Marwaha. „Auch deshalb werden wir nicht als Dienstleister für eine Software wahrgenommen, sondern als Menschen. Gleichzeitig entstehen so langfristige Partnerschaften; wir haben sehr loyale Kunden, die im Durchschnitt zehn Jahre mit uns zusammenarbeiten.In der Regel beginnen wir mit einem Projekt, aus dem sich viele andere entwickeln, weil Kunden mit uns und unserer Plattform zufrieden sind.“

Der Markt der Zukunft

Ibexa hat heute 100 Mitarbeiter in Europa, arbeitet schwerpunktmäßig in der DACH-Region und Frankreich und zeigt sich regelmäßig auf Messen wie der DMEXCO 2023. Das Unternehmen ist sehr stark partnergetrieben und als Hersteller nicht für die Implementierung und Realisierung verantwortlich; dafür arbeitet man mit zertifizierten Partnern in Europa zusammen. Ibexa wird sich auch künftig auf die Kernkompetenzen konzentrieren und gleichzeitig offen für Neues bleiben. „KI und ChatGPT sind dominierende Themen von heute“, sagt Tushar Marwaha.

„Wir haben uns schon 2010 mit dem Thema Machine Learning beschäftigt. Klar ist, KI ist da, um zu bleiben; darauf müssen sich Unternehmen einstellen. Auch wenn der Markt schwierig ist, werden wir wachsen, neue Chancen suchen und neue Themen angehen. Als Partner der Kunden werden wir diese auf ihrer Digital Journey mit ins Boot holen. Wichtig ist, die Digitalisierung nicht isoliert zu betrachten, sondern Umweltaspekte einzubeziehen. Wir legen großen Wert auf ressourcenschonende Dienstleistungen und versuchen, gemeinsam Infrastrukturen zu nutzen und Cloud-Lösungen zu optimieren, um CO2-Ausstöße zu minimieren.“

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