„Wir sind der Partner für die Herausforderungen!“

Interview mit Mike Noldus, Geschäftsführender Gesellschafter der Akarton B.V.

„08/15 kann jeder“, sagt Mike Noldus, Geschäftsführender Gesellschafter der Akarton B.V. „Wir sind der Partner für die Herausforderungen. Sogar die Konkurrenz lässt bei uns fertigen, wenn es zu schwierig wird. Außerdem gestalten wir den ganzen Prozess von der Idee bis zur Logistik und wir pflegen die persönliche Beziehung zu unseren Kunden.“

Entwickelt werden die Verpackungen im eigenen PackLab, das die Vorstellungen der Kunden umsetzt und auch eigene Ideen kreiert. „Pack & Collab ist unsere Produktlinie für die Versandverpackungen“, erklärt Mike Noldus. „Hier spielen Faktoren wie ein möglichst kurzer Verpackungsvorgang, das Gewicht der Verpackung und der Schutz des Produkts eine wichtige Rolle.“

Dabei reicht das Spektrum von winzig kleinen bis zu riesigen Verpackungen. Pack & Play ist die zweite Produktlinie. „Hier sehen wir unsere Aufgabe darin, kommerzielle Verpackungen so attraktiv wie möglich zu gestalten, weil sie in den Verkaufsregalen unserer Kunden stehen“, verdeutlicht der Geschäftsführer. „Dabei fertigen wir keine Displays, sondern konzentrieren uns auf Regalverpackungen.“

Als Eyecatcher im Regal oder auf der Theke spielt diese Art der Verpackung eine wichtige Rolle bei der Verkaufsförderung. Abgerundet wird das Portfolio durch die Übernahme der kompletten Logistik, die ein exklusiv für Akarton tätiger Dienstleister übernimmt.

Management-Buy-out

Gegründet wurde die heutige Akarton B.V. 1988 als Großhandel für Kartonverpackungen. Vier Jahre später begann das junge Unternehmen mit der Produktion eigener Kartons. 1998 trat Mike Noldus als Account Manager in das Unternehmen ein, 2007 übernahm er den weiterwachsenden Betrieb im Rahmen eines Management-Buy-out.

Mit Investitionen in den Maschinenpark 2010 ging auch die Aufgabe des Großhandels für Kartonverpackungen einher. Ein weiterer Meilenstein war der Umzug nach Venlo, wo deutlich mehr Platz zur Verfügung stand. Weitere Meilensteine waren 2017 die Zusammenarbeit mit Handelsagenturen in Deutschland und Island, 2019 die Implementierung von Industrie 4.0 sowie 2021 die Einführung von Robotern in der Fertigung.

Zwischen 65 und 70 Mitarbeiter – darunter auch Menschen mit einem Handicap – beschäftigt Akarton heute. Der Umsatz des zu zwei Dritteln Mike Noldus und zu einem Drittel einem Investor gehörenden Unternehmens liegt bei 15,5 Millionen EUR.

Neues ERP-System

Die meisten Auftraggeber stammen aus Branchen wie Elektronik, Lebensmittel, Maschinenbau, Kunststoff und Medizin. Neben den Niederlanden sind Nordrhein-Westfalen, das belgische Flandern sowie – in geringem Umfang – auch Island die relevanten Märkte. Viele neue Kunden kommen durch Empfehlungen auf Akarton zu. Außerdem kümmert sich das Unternehmen auch selbst um neue Kunden. Mike Noldus: „Wir sind bekannt dafür, dass wir sehr komplizierte Verpackungen in allen Materialstärken liefern können. Das erleichtert natürlich auch die Akquise neuer Kunden.“

Darüber hinaus werden wichtige Messen der interessanten Branchen besucht und auch in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und LinkedIn ist Akarton vertreten. „Wir haben gerade ein neues, branchenspezifisches ERP-System aus Deutschland eingeführt“, beschreibt der Geschäftsführer den Stand der Digitalisierung. „Sämtliche Maschinen sind eingebunden und es gibt auch Schnittstellen zu unseren Zulieferern. Zudem können unsere Kunden automatisch bestellen.“

In punkto Nachhaltigkeit will Akarton bis 2030 komplett CO2-neutral produzieren und bekommt demnächst den Goldstatus der Ökozertifizierung EcoVadis. Für Mike Noldus ist die Zufriedenheit der Beschäftigten sowie eine Kultur der offenen Tür und des Vertrauens auch ein Stück sozialer Verantwortung. In den kommenden Jahren legt er sein Augenmerk darauf, die Produktionskapazitäten von Akarton zu verdoppeln - auch durch neue Kunden aus Deutschland im Umkreis von 100 km um Venlo, die einen flexiblen und zuverlässigen Verpackungspartner suchen.

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