Neue Lösungen für alte (und neue) Kältemittel

Interview mit Mario Schemann, Geschäftsführer der Beijer Ref Deutschland GmbH

„Das gewachsene Vertrauensverhältnis und ein enger persönlicher Kontakt werden auch in Zukunft das Fundament unserer Vertriebsaktivitäten in Deutschland bilden“, betont Mario Schemann, Geschäftsführer der Beijer Ref Deutschland GmbH, die die Kälte- und Klimatechnikkomponenten des gleichnamigen Weltkonzerns sowie einige weitere bekannte Marken wie Danfoss und Toshiba im deutschen Markt vertreibt und zudem technische Beratungsleistungen für Ingenieurbüros erbringt. „Doch was das im Einzelnen bedeuten wird, kann sich durchaus ändern: Heute setzen wir beispielsweise weiterhin auf ein breites Filialnetz – die einzelnen Niederlassungen waren dabei lange Zeit Hotspots für unsere Kunden in den jeweiligen Regionen, wo deren Monteure auch gerne auf einen Kaffee vorbeikamen. Das ist heute nicht mehr so, einfach weil der Zeitdruck im Tagesgeschäft unserer Kunden merklich zugenommen hat. Vielleicht werden wir in Zukunft verstärkt auf andere Plattformen setzen – etwa kleinere Stores oder auch ein noch umfassenderes E-Commerce-Angebot als heute schon. Derzeit arbeiten wir etwa an der weiteren Verbesserung unseres Datenbestandes, mit dem Ziel, dass sich unsere Kunden ihre jeweilige Anlage perspektivisch auf Basis der technischen und Preisdaten per KI in unserem Webshop zusammenstellen können.“

Neue Lösungen für strengere Umweltvorschriften

Die Verschärfung der Kältemittelvorschriften durch die EU macht sich indes schon heute bei Beijer Ref Deutschland bemerkbar: „Perspektivisch werden nur noch die drei natürlichen Kältemittel Ammoniak, CO2 und Propan eingesetzt werden dürfen – zumindest sofern ein weiterer technologischer Durchbruch ausbleiben sollte. Um unsere Kunden bei dieser Herausforderung zu unterstützen, haben wir mit unserer Refbuster-Technologie eine Lösung entwickelt, um das Kältemittel aus bestehenden Anlagen abzusaugen, ohne dass es dabei in die Atmosphäre entweichen kann, womit natürlich äußerst negative Umweltauswirkungen einhergehen würden. Das abgesaugte Kältemittel kann anschließend gereinigt und wiederaufbereitet werden, um es danach etwa in einer anderen Bestandsanlage einzusetzen, die noch nicht am Ende ihrer Lebensdauer angelangt ist“, erläutert Mario Schemann. Auch der Generationenwechsel in seinem eigenen Unternehmen sowie bei seinen Kunden wird sich deutlich auf das Tagesgeschäft auswirken: „Unsere jüngeren Kollegen haben einen ganz anderen Blick auf Themen wie Social Media: Diese Impulse möchten wir uns natürlich voll und ganz zunutze machen – und unsere Präsenz dort weiter ausbauen, um für unsere Kunden auch über diese Kanäle noch besser ansprechbar zu werden.“

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