„Wir machen unsere Kunden zu Champions im digitalen Marketing“

Interview mit Lorenz Beringer, CEO LOBECO GmbH

Wirtschaftsforum: Herr Beringer, wie ist es zur Gründung von ­LOBECO gekommen? 

Lorenz Beringer: Ich habe ­LOBECO im Jahr 2014 gegründet. Zuvor war ich beim FC Bayern München tätig, wo ich für Social Media und digitales Marketing verantwortlich war. Der Schritt in die Selbstständigkeit war he­rausfordernd, aber notwendig, um meine Vision zu verwirklichen. 

Wirtschaftsforum: Was waren entscheidende Meilensteine in der Firmengeschichte?

Lorenz Beringer: Ein entscheidender Moment kam schon ein Jahr später mit der Gründung von LOBECO China. Der Eintritt in einen neuen Markt mit völlig anderen bürokratischen Hürden war eine große Herausforderung, aber auch eine Chance, unsere Dienstleistungen international auszubauen. Der dritte wichtige Punkt war die Anpassung während der COVID-19-Pandemie. Viele physische Events wurden abgesagt, was uns dazu zwang, unser Dienstleistungsportfolio zu überdenken. Wir haben digitale Produktionen und Studios aufgebaut, was zu einem exponentiellen Wachstum führte.

Wirtschaftsforum: Wie hat sich LOBECO seit der Gründung entwickelt?

Lorenz Beringer: Seit einigen Jahren haben wir neben Shanghai auch Standorte in Zürich und Berlin, um näher an unseren Kunden zu sein und deren Bedürfnisse besser zu verstehen. Unser Hauptziel ist es, Unternehmen global durch digitales Marketing zu unterstützen, insbesondere im Bereich Social Media. Aktuell beschäftigen wir über 130 Mitarbeiter. Wir legen großen Wert auf eine positive Unternehmenskultur, in der das Prinzip „Fordern und Fördern“ zentral ist. Unsere Mitarbeiter sollen schnell wachsen und Verantwortung übernehmen können.

Wirtschaftsforum: Welche Rolle spielen Ihre Kunden in der Unternehmensstrategie?

Lorenz Beringer: Wir haben das Glück, mit namhaften Marken wie Paulaner, HypoVereinsbank und BMW zusammenzuarbeiten. Diese Partnerschaften sind nicht nur Referenzen, sondern auch eine ständige Herausforderung, innovativ zu bleiben und die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen.Verlässlichkeit und Innovationskraft sind für uns entscheidend. Wir müssen proaktiv auf unsere Kunden zugehen und sie herausfordern, um gemeinsam neue Wege zu finden.

Wirtschaftsforum: Wie hat sich die digitale Landschaft seit der Gründung von LOBECO verändert?

Lorenz Beringer: Seit 2014 gab es fundamentale Veränderungen. Damals war die Nutzung von Social Media noch nicht so weit verbreitet. Heute ist Social Media der führende Kanal für Markenkommunikation und -aufbau. Unternehmen müssen Strategien entwickeln, die über die bloße Präsenz in sozialen Netzwerken hinausgehen. Die Herausforderungen durch die Geschwindigkeit und Komplexität der digitalen Kommunikation sind enorm. Unternehmen müssen in der Lage sein, mit der Schnelligkeit der sozialen Medien umzugehen und gleichzeitig die Qualität ihrer Inhalte zu sichern.

Wirtschaftsforum: Wie geht ­LOBECO mit den Herausforderungen der künstlichen Intelligenz um?

Lorenz Beringer: Künstliche Intelligenz, Web 3.0 und Virtual Reality sind Schlüsselthemen für die Branche. Wir haben bereits vor über drei Jahren eine eigene KI-Abteilung gegründet, um unsere Mitarbeiter und unsere Kunden in der Nutzung dieser Technologien zu schulen. KI kann die Qualität und Quantität unserer Inhalte erhöhen, aber es bleibt wichtig, dass menschliche Kreativität und strategisches Denken im Mittelpunkt stehen. Wir wollen uns innerhalb der nächsten zwei Jahre so weiterentwickeln, dass unsere Dienstleistungen sich an die neuen Möglichkeiten anpassen und gleichzeitig die menschliche Komponente der Kommunikation nicht vernachlässigen.

Wirtschaftsforum: Welche Zukunftsvisionen haben Sie für LOBECO?

Lorenz Beringer: Wir möchten LOBECO zu einem führenden Anbieter im Bereich Social Media-Marketing in Deutschland entwickeln. Unsere Ziele sind klar: Wir wollen im digitalen Marketing, im Sportmarketing und im Bereich künstliche Intelligenz wachsen. Insbesondere die Verbindung von Social Media und Vertrieb wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Darüber hinaus sehe ich großes Potenzial in der Unterstützung europäischer Unternehmen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir haben viele starke Unternehmen in Europa. Unser Ziel ist es, ihnen zu helfen, ihre Marktanteile weltweit auszubauen. Dabei ist es mir sehr wichtig, dass wir als Team zusammenarbeiten und uns gegenseitig unterstützen. Teamgeist, Leistungsbereitschaft und das Prinzip des Forderns und Förderns sind für uns entscheidend. Nur so können wir in der schnelllebigen digitalen Welt erfolgreich sein.

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