Barrieren überwinden, ­Versprechen halten

Interview mit Dennis Soblik, Geschäftsführer der Sonilift GmbH

Wirtschaftsforum: Herr Soblik, Sie sind Gründer und Geschäftsführer der Sonilift GmbH, einem Unternehmen, das sich mit Treppenliften, Rollstühlen und Notrufsystemen einen hervorragenden Ruf erarbeitet hat. Kunden sind begeistert von den Produkten und dem Service. Wie kam es dazu?

Dennis Soblik: Ich bin seit 20 Jahren in der Treppenlift- beziehungsweise Medizinbranche tätig und kenne sie sehr gut. Wir haben die Möglichkeit, Menschen dabei zu helfen, ein aktives Leben in ihrem gewohnten Umfeld zu führen. Das ist für mich eine große Motivaton.

Wirtschaftsforum: War das der Grund für den Schritt in die Selbstständigkeit?

Dennis Soblik: Als ich mich 2019 selbstständig gemacht habe, habe ich mich mit vielen Fragen auseinandergesetzt. Mit unseren Produkten richten wir uns an Menschen, die oft über 80 Jahre alt sind, den Krieg überlebt und das Land wiederaufgebaut haben. Sie müssen heute oftmals mit einer kleinen Rente auskommen und sich mit einem fragwürdigen Pflegesystem auseinandersetzen. Oft erfahren sie wenig Wertschätzung und Respekt. Wenn sich diese Menschen für einen Treppenlift von Sonilift entscheiden, steckt dahinter der Wunsch, ohne Angst und ohne Schmerzen zu Hause wohnen bleiben zu können. Das möchten wir ihnen ermöglichen und dabei Dinge anders machen.

Wirtschaftsforum: Welche sind das um Beispiel?

Dennis Soblik: Als wir Sonilift gründeten, stand dahinter das Ziel, Marktführer zu werden. In einer Branche mit einer 60-jährigen Geschichte und intensivem Wettbewerb war das ein ambitioniertes Ziel; wir mussten viele Dinge anders und besser machen. Es war ein Kraftakt, aber nach sechs Jahren haben wir das Ziel erreicht, sind unter den Top-3-Anbietern und im Servicebereich an der Spitze des Marktes angekommen. Wir garantieren unseren Kunden zum Beispiel, dass Lifte nach Störungen, egal ob selbstverschuldet oder nicht, innerhalb von 24 Stunden wieder einsatzbereit sind; an Wochenenden innerhalb von 48 Stunden. Und wir gehen noch einen Schritt weiter: Schaffen wir das nicht, erhält der Kunde 500 EUR als Wiedergutmachung. Diesen Service gibt es kein zweites Mal auf dem Markt. Eine ähnliche Strategie verfolgen wir mit unseren garantierten Lieferzeiten; für jede Woche Verzug gibt es 500 EUR Rabatt. Dank dieser Garantien haben Kunden maximale Sicherheit und können zuverlässig planen. Wie sehr diese Zuverlässigkeit geschätzt wird, zeigen 4.000 positive Google-Bewertungen; ein ähnlich positives Feedback kann kein anderes Treppenliftunternehmen vorweisen.

Wirtschaftsforum: Was sind weitere Eckpfeiler der Sonilift-Strategie?

Dennis Soblik: Wir arbeiten mit zwei Herstellern zusammen, haben damit die Flexibilität, uns immer für Topqualität entscheiden zu können und halten unsere Servicegarantie aufrecht. Jeder Lift wird individuell gefertigt und vor Ort von unseren Technikern angepasst. Hinzu kommt, dass wir inzwischen eine Gruppe sind und ein breites Produktportfolio anbieten. Sonilift und Expertlift sind zwei verschiedene Marken, wobei Expertlift eigenständig agiert und sich auf Basismodelle konzentriert. Mit der Fellerhof MED Tec gehört ein drittes Unternehmen zur Gruppe, das im Bereich Medizintechnik tätig ist. Hier stehen unter anderem faltbare Elektrorollstühle, die Volksrollis, im Fokus. Leider ist es heute so, dass viele Patienten sich keinen Rollstuhl leisten können. Weil wir diese Schieflage nicht akzeptieren wollen, haben wir einen Rollstuhl entwickelt, den wir selber produzieren und direkt an den Endkunden vertreiben. Wir reichen dafür das entsprechende Rezept bei den Krankenkassen ein. Liegt eine Bewilligung vor, erhält der Patient den optimalen Rollstuhl zum Nulltarif. Dieses Modell funktioniert nur, weil es keinen Zwischenhandel gibt. Noch in diesem Jahr werden wir ebenfalls zum Nulltarif einen Volksnotruf herausbringen, einen klassischen Hausnotruf, um Patienten wirklich perfekt zu versorgen. Auch hier setzen wir neue Maßstäbe; das Produkt wird eine E-Sim-Karte haben sowie Funktionen wie Sturzerkennnungen und Geofencing. Sobald Patienten virtuelle Zäune verlassen, werden Angehörige oder eine Zentrale über eine Push-Nachricht informiert. Mit diesen Lösungen verbessern wir nicht nur die Lebensqualität der Patienten, sondern entlasten auch das Gesundheitssystem; wir entlasten Krankenkassen, Krankenhäuser und Pflegeheime.

Wirtschaftsforum: Qualitätsprodukte, schneller Service, zuverlässige Garantien, schlanke, digitale Prozesse – sind das die Gründe für den Erfolg?

Dennis Soblik: Für uns steht vor allem der Kunde im Mittelpunkt; wir vertreten echte Werte und stehen zu unseren Versprechen; was banal klingt, macht am Ende den Unterschied aus.

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