Wirtschaftsschäden präzise bewertet

Interview mit Vera Wendorff-Looser, geschäftsführende Gesellschafterin und Michael Moussa, geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Wendorff GmbH

Die Dr. Wendorff GmbH entstand als Einmannbüro und wuchs über die Jahre zu einem spezialisierten Team mit knapp 20 Mitarbeitenden, drei vereidigten Sachverständigen und einer Berliner Niederlassung, die bereits Anfang der 1990er-Jahre gegründet wurde. Das Wachstum erfolgte stets rein organisch – ohne Zukäufe und nicht um jeden Preis. Das Unternehmen ist durch Michael Moussa im Bund Technischer Experten – BTE sowie The European Federation of Loss Adjusting Experts – FUEDI vertreten. Neben nationalen Mandaten unterstützt das Büro deutsche Kunden auch international, etwa in Spanien, den USA oder den Emiraten. Die Arbeit basiert auf drei Säulen: Versicherungswertermittlung vor dem Schaden, Schadenmanagement während des Ereignisses und die präzise Ermittlung der Schadenhöhe im Anschluss. Die Praxis reicht von Produktionsausfällen über Cyberschäden bis zu haftungsbedingten Rückrufen, wenn fehlerhafte Bauteile Serienproduktionen stoppen. „Mandate können von Mittelstand bis Großkonzern in jeder Unternehmensgröße und

unabhängig von der Branche bedient werden. Unsere Sachverständigen verstehen DEHOGA-Betriebe genauso gut wie den Familienbetrieb, das Krankenhaus oder den Automobilzulieferer“, so Michael Moussa.

Spezialisierung, schnelle Hilfe und absolute Unabhängigkeit

Die Sachverständigen der Dr. Wendorff GmbH bewerten ausschließlich die wirtschaftlichen Folgen eines Schadens – nicht die Regulierung. „Wir entscheiden nicht über das Ob, wir ermitteln neutral die Höhe“, sagt Michael Moussa. Unabhängigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit sind zentral: Brände, IT-Ausfälle oder Wasserschäden erfordern sofortiges Handeln, weshalb das Team oft binnen Stunden vor Ort ist und Unternehmen erste Lösungswege aufzeigt. Auch im Haftpflichtbereich sorgt das Büro für Klarheit, wenn fehlerhafte Komponenten wirtschaftliche Kettenreaktionen auslösen. Der geringe

Altersdurchschnitt und die individuellen Spezialisierungen im Team erhöhen die Schlagkraft zusätzlich, um branchenspezifisch unterschiedliche Unternehmensgrößen bedarfsgerecht bedienen zu können.

Neue Risiken, moderne Prozesse und eine Kultur der Beweglichkeit

Digitalisierung und Vernetzung bringen neue Risikolagen – besonders Cybervorfälle, die ganze Warenwirtschaftssysteme lahmlegen können. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Datenschutz und Prozesse, weshalb sich die Dr. Wendorff GmbH jährlich auditieren lässt und mit der international tätigen Kanzlei RÖDL zusammenarbeitet. Künstliche Intelligenz soll künftig bei der Schadenbearbeitung unterstützen, ersetzt aber nicht die persönliche Erfahrung und Besichtigung vor Ort: „Das grundsätzliche Handling eines komplizierten Schadenfalls und dessen unternehmerischen Folgen auf allen Ebenen wird auch langfristig eine KI nicht durch Erfahrung gesammeltes Expertenwissen ersetzen können“ so Michael Moussa. „Vereinfacht ausgedrückt: Der KI fehlt noch die olfaktorische Wahrnehmung der Folgen eines Brand- oder Wasserschadens.“ Die Unternehmenskultur setzt auf maximale Beweglichkeit – gearbeitet wird im Büro, im Homeoffice, unterwegs oder direkt beim Kunden. Diese Mobilität prägt die Arbeit seit jeher und hält das Team auch künftig national wie international gut aufgestellt.

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