Neustart mit Hochdruck

Interview mit Torben Bech, Geschäftsführer der DYNAJET A/S

Die Rettung kam durch einen langjährigen DYNAJET-Händler, der Torben Bech kontaktierte. „Er war traurig darüber, dass DYNAJET schließen sollte. Er hat viele Kunden, die DYNAJET-Produkte nutzen, und wollte die Marke unbedingt erhalten“, erinnert sich der Geschäftsführer und Miteigentümer. Gemeinsam entschieden sie sich für die Übernahme. Im Mai wurde der Deal mit URACA besiegelt, im Juni begann der große Umzug. „URACA hatte bereits alle Mitarbeiter entlassen, wir übernahmen also das Unternehmen ohne Personal und ohne Gebäude“, so Torben Bech. Seitdem ging alles sehr schnell: Das rund 20-köpfige Team steht, die Fertigung läuft, täglich gehen Bestellungen raus. Ein erfahrener technischer Leiter wechselte sogar von Deutschland nach Dänemark, um die wertvolle Expertise zu sichern.

Vertrauen zurückgewinnen

Die größte Herausforderung war jedoch nicht logistischer Natur, sondern das Wiederherstellen von Vertrauen. „In der Übergangsphase vor unserer Übernahme entstanden verständlicherweise Unsicherheiten bei Kunden und im Team. Unser Fokus liegt deshalb klar darauf, Vertrauen aufzubauen und die gewohnte DYNAJET-Qualität in allen Bereichen sicherzustellen“, sagt Torben Bech offen. Eine strategische Neuausrichtung unterstützt dieses Ziel: DYNAJET setzt jetzt konsequent auf den indirekten Vertrieb über sein Händlernetzwerk. „Wir haben unsere Vertriebsstrategie klar definiert – alle Kundenanfragen leiten wir direkt an unsere Partner weiter. Damit stärken wir unsere Händler und vermeiden jegliche Konkurrenz. Diese klare Rollenteilung schafft Vertrauen und ermöglicht es uns, gemeinsam mit unseren Partnern zu wachsen“, betont der Geschäftsführer.

Robuste Technik für anspruchsvolle Aufgaben

DYNAJET produziert elektrische-, diesel- und benzinbetriebene und mobile Hochdruckreiniger zum Entfernen von Graffiti, zur Reinigung von Schiffen, für Baustellen oder die Landwirtschaft. Die Maschinen sind auf Langlebigkeit ausgelegt. „Wir haben gerade ein 24 Jahre altes Gerät zurückgekauft, dass noch immer läuft. Unsere Produkte sind keine Wegwerfmaschinen, sondern robust konstruiert mit hochwertigen Komponenten von anerkannten, führenden Herstellern“, erklärt Torben Bech stolz. Die konsequente Auswahl erstklassiger Komponenten gewährleistet maximale DYNAJET-Zuverlässigkeit.

Ehrgeizige Ziele

Für 2026 plant das Unternehmen den Launch einer neuen Händler- Plattform mit transparenter Preisstruktur und direktem Zugriff auf alle relevanten Informationen. Auch Produktentwicklungen stehen auf der Agenda. Geografisch bleibt Europa der Hauptmarkt, doch auch der Nahe Osten und Asien bieten Potenzial. „Wir haben das ambitionierte Ziel, unseren Umsatz in fünf Jahren zu verdreibis zu verfünffachen“, sagt Torben Bech.

 

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