Trockene Hallen

Interview mit Björn Stork Geschäftsführender Gesellschafter der Flachdach N + S GmbH

Die Firma Flachdach N+S GmbH ist auf Flachdachabdichtungen spezialisiert. Das inhabergeführte Unternehmen ist sowohl im Neubau- als auch im Sanierungsbereich tätig. Gegründet wurde die Flachdach N + S GmbH 1986 von Hans Neumann und Udo Stork, von daher die Buchstabenkombination N + S.

„Seit 2003 ist die Familie Stork alleiniger Eigentümer“, sagt Björn Stork, Geschäftsführender Gesellschafter, der den erfolgreichen Betrieb seit 1997 in zweiter Generation führt, seit 2010 alleinverantwortlich. „Die ersten zwölf Jahre habe ich mit meinem Vater zusammengearbeitet, das war am Anfang gewöhnungsbedürftig. Wir haben uns aber gut ergänzt.“

Ab 5.000 m²

Flachdach N + S erwirtschaftet mit 25 Mitarbeitern knapp 30 Millionen EUR Umsatz. „Wir sind ausschließlich im Großbereich aktiv, ab 5.000 m² Dachfläche mit bis zu über 100.000 m²“, erklärt Björn Stork. „Früher waren wir viel für Möbelhäuser und Baumärkte tätig. Heute sind es eher Logistikobjekte. Die wachsen wie Pilze aus dem Boden.“

Geändert haben sich laut Björn Stork auch die Ausführungszeiten. „Große Logistikhallen haben größtenteils Bauzeiten von unter einem halben Jahr, das war früher anders. Wir arbeiten heute mit Kunststoffbelägen, die sich schneller verarbeiten lassen, ohne dabei die Sorgfalt zu vernachlässigen. Die Haltbarkeit steht und fällt mit der Verarbeitung.“

Björn Stork, Geschäftsführender Gesellschafter der Flachdach N + S GmbH
„Die Auftragslage war noch nie so gut und so langfristig.“ Björn StorkGeschäftsführender Gesellschafter

Flachdach N + S wickelt circa 70 bis 80 Projekte im Jahr ab, darunter solch herausragende wie das Amazon Logistikzentrum in Werne mit 100.000 m² oder das MultiCube Rheinneckar in Heddesheim, das größten Multi-User-Logistikzentrum in Deutschland mit 107.000 m².

Ganz aktuell im Auftragsbestand ist das Logistikzentrum Mainsite in Obernburg mit 70.000 m², eines der größten Logistikzentren im Umkreis des Frankfurter Flughafens. Dieses Objekt reiht sich somit in die annähernd 750.000 m² Dachfläche ein, die das ostwestfälische Unternehmen allein im Großraum Frankfurt in den letzten drei Jahren realisiert hat.

Zu einem zunehmenden Problem für das Unternehmen wird der Fachkräftemangel. „Die Leute sind auf den Baustellen unterwegs und unter der Woche nicht zu Hause“, beschreibt Björn Stork eine der Herausforderungen. „Und es ist ein sehr witterungsabhängiger Arbeitsplatz. Doch wir sind vor der Zukunft nicht bange. Der Bauboom wird anhalten, es ist kein Ende in Sicht. Die Auftragslage war noch nie so gut und langfristig.“

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