Cyber Security wird zur Führungsaufgabe
Interview mit Markus Pölloth, Geschäftsführer der HvS-Consulting GmbH

Seit mehr als 20 Jahren begleitet HvS Unternehmen bei Fragen rund um Cyber Security. Markus Pölloth kennt das Unternehmen aus vielen Perspektiven. Er begann als Werkstudent, arbeitete als Penetrationstester und in der Forensik, übernahm später Verantwortung für Incident Response und Assessments und gehört heute zur Geschäftsführung.
Sicherheit braucht das Ganze
Für Pölloth ist Cyber Security weit mehr als Technik. „Wir wollen die Welt ein Stück sicherer machen“, sagt er. Entscheidend sei das Zusammenspiel aus Technologien, Prozessen und Menschen.
Von Security Management und Awareness über Penetrationstests bis zu Incident Response begleitet HvS seine Kunden entlang des gesamten Sicherheitszyklus. NIS-2 bringt derzeit viele Mittelständler erstmals intensiver mit strukturiertem Risikomanagement und Informationssicherheit in Berührung. HvS setzt deshalb früh bei der Geschäftsführung an. Sie müsse verstehen, welche Prozesse besonders kritisch sind und welche Folgen ein Ausfall haben kann. „Ein halbsicheres Unternehmen, eine halbsichere Infrastruktur – das ist halt dann doch nicht sicher“, bringt Markus Pölloth den Anspruch auf den Punkt. Gleichzeitig gehe es nicht um theoretische Perfektion, sondern um angemessene, pragmatische und umsetzbare Lösungen. Auch KI verändert das Geschäft auf beiden Seiten. Sie beschleunigt Abläufe und eröffnet neue Möglichkeiten, hilft aber ebenso Angreifern, etwa beim Erstellen überzeugender Phishing-Mails. Für HvS entstehen daraus neue Anforderungen an Schulung, Beratung und Tests. Bestehende Leistungen werden deshalb gezielt erweitert.
Cyber Security für den Mittelstand
Strategisch richtet HvS den Blick verstärkt auf kleine und mittlere Unternehmen. Aus der langjährigen Arbeit mit Konzernen hat sich die Gesellschaft den Ruf einer spezialisierten Cyber Security-Boutique erarbeitet. Dieses Know-how soll nun einfacher und wirtschaftlicher für den Mittelstand nutzbar werden. Digitale Plattformen und Self-Service-Angebote spielen dabei eine wichtige Rolle. Markus Pölloth sieht darin nicht nur Marktpotenzial. Mittelständische Unternehmen bilden einen wesentlichen Teil der deutschen Wirtschaft und sind zugleich häufig weniger gut geschützt. „Wenn die nicht sicher sind, dann wird Deutschland nie sicher“, sagt er. Deshalb sollen Leistungen weiter digitalisiert und leichter zugänglich werden. Auch eine stärkere europäische Ausrichtung ist geplant. Was ihn persönlich nach vielen Jahren bei HvS motiviert, hat sich kaum verändert: Sicherheit soll keine einmalige Maßnahme sein, sondern ein fortlaufender Prozess. Erkenntnisse aus Assessments, Schulungen oder Sicherheitsvorfällen fließen wieder in die nächsten Schritte ein. „Jeder kleine Beitrag dazu zählt“, sagt Markus Pölloth.










