LogiNext Germany 2026: Wenn KI und Automatisierung die Lieferkette verändern

Inhaltlich reicht das Spektrum von generativer KI und Robotik über digitale Resilienz und nachhaltige Lieferketten bis zu vernetzten Logistikplattformen. Eine Besonderheit ist die enge Verzahnung mit der parallel stattfindenden ALL ABOUT PORTS: Mit einem Ticket können Besucher beide Veranstaltungen besuchen. Damit treffen digitale Logistik und Supply Chain Management unmittelbar auf Hafenwirtschaft, maritime Technologien und Infrastruktur.

KI muss im Alltag funktionieren

Bei Künstlicher Intelligenz verschiebt sich die Diskussion zunehmend von den technischen Möglichkeiten hin zur praktischen Anwendung. Genau dort setzt das Konferenzprogramm der LogiNext an. Jennifer Beuth vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML beschäftigt sich mit Automatisierung, KI und innovativen Logistiksystemen, mit dem Schwerpunkt auf der Übertragung von Forschungsergebnissen in die betriebliche Praxis. Anna Lehmkuhl und Thomas Walter von der Otto Group geben Einblicke in datengetriebene Logistik und Plattformstrategien. Beim interaktiven Prompt-a-thon können Teilnehmer generative KI selbst ausprobieren und eigene Anwendungsfälle entwickeln. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, die Teilnehmerzahl ist allerdings begrenzt und eine vorherige Anmeldung notwendig.

Automatisierung zwischen Strategie und Umsetzung

Auch Automatisierung gehört zu den zentralen Themen der Veranstaltung. Die Masterclass „Automation Journey – From Strategy to Success" beschäftigt sich mit der Frage, wie Unternehmen Automatisierungsprojekte von der Planung bis zur praktischen Umsetzung strukturieren können. Dabei geht es nicht allein um neue Technik. Entscheidend ist, an welchen Stellen Automatisierung tatsächlich Effizienz, Genauigkeit und Skalierbarkeit verbessert und wie sich Investitionen messbar in den laufenden Betrieb übertragen lassen.

Lieferketten müssen widerstandsfähiger werden

Neben Effizienz gewinnt Resilienz an Bedeutung. Geopolitische Veränderungen, regulatorische Anforderungen und Störungen internationaler Lieferketten haben gezeigt, wie schnell optimierte Prozesse unter Druck geraten können. Wolfgang Lehmacher, ehemaliger Head of Supply Chain and Transport Industries beim World Economic Forum, richtet auf der LogiNext den Blick auf globale Lieferketten zwischen Resilienz, Nachhaltigkeit und geopolitischen Entwicklungen. Kritische Infrastruktur und widerstandsfähige Logistiksysteme kommen in einem Panel der Logistik-Initiative Hamburg hinzu.

Digitale Logistik trifft Hafenwirtschaft

Besonders interessant ist die Verbindung mit ALL ABOUT PORTS. Häfen sind zentrale Knotenpunkte internationaler Lieferketten und zugleich Orte, an denen Digitalisierung, Automatisierung und Infrastruktur unmittelbar zusammenkommen. Die LogiNext erweitert ihren Fokus deshalb um maritime Logistik und Hafeninnovationen. Themen wie intermodale Lieferketten, globale Supply-Chain-Konnektivität, digitale Ökosysteme und Interoperabilität sollen stärker gemeinsam betrachtet werden. Auch die Ausstellung greift diese Verbindung auf. Zu den angekündigten Unternehmen gehören unter anderem Lufthansa Industry Solutions, DAKOSY, Akquinet port solutions, octonomyAI, Stack & Track, Conlio Technologies und JUMiNGO. Sie präsentieren Lösungen aus Bereichen wie KI, Tracking, Softwareintegration, Plattformlogistik und digitalen Supply Chains.

Zwei Tage für die digitale Logistik

Die LogiNext Germany findet am 2. und 3. September 2026 jeweils von 9 bis 18 Uhr im CCH – Congress Center Hamburg statt. Das Programm richtet sich insbesondere an Führungskräfte, Strategen und Entscheider, die sich mit der Digitalisierung und Weiterentwicklung von Lieferketten beschäftigen. Die Themen zeigen, wie stark sich die Anforderungen an Logistikunternehmen verändern. Es geht längst nicht mehr nur darum, Waren möglichst schnell von A nach B zu transportieren. Daten müssen verfügbar sein, Systeme miteinander kommunizieren und Lieferketten auch unter schwierigen Bedingungen funktionieren. Die LogiNext Germany will zeigen, welche Technologien dafür bereits einsatzbereit sind – und wo aus digitalen Möglichkeiten tatsächlich konkrete Lösungen für die Praxis werden.

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