KI macht die Straßen sicherer

Interview mit Durgadutt Nedungadi, Senior Vice President EMEA & APAC Business der Netradyne Netherlands B.V.

Will man für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen, muss man bei den Fahrern ansetzen – insbesondere bei denen, die mit Lkw besonders gefährliche Fahrzeuge lenken. Darin sind sich die meisten Anbieter von Fahrerassistenzsystemen und ähnlichen Lösungen einig. „Die meisten Produkte beschränken sich jedoch darauf, die Fahrer mit Warnmeldungen auf kritische Situationen hinzuweisen, oder Daten zu Fahrfehlern zu sammeln, die dann in Statistiken aggregiert werden“, erläutert Durgadutt Nedungadi, Senior Vice President EMEA & APAC Business von Netradyne, einem ursprünglich aus Indien stammenden Tech-Unternehmen, das mithilfe einer Edge-basierten Künstlichen Intelligenz eine positive Rückkoppelung in den Fahrerkabinen schaffen will. 

„Die Hardware unseres Systems besteht aus zwei Kameras: Eine davon ist nach außen gerichtet und beobachtet den Verkehr; die andere beobachtet derweil den Fahrer bei seiner Arbeit“, setzt Durgadutt Nedungadi zur Erklärung seiner Lösung an: „Die dabei erfassten Daten werden direkt auf den Geräten verarbeitet und nicht in der Cloud – damit erhält der Fahrer bei drohender Unfallgefahr wichtige Sekunden oder gar Minuten, um die gefährliche Situation abzuwenden. Gleichzeitig hält unsere Innenraumkamera fest, was der Fahrer falsch, aber auch richtig macht: Telefoniert er mit dem Handy? Überschreitet er die Geschwindigkeitsbegrenzung? Oder fährt er besonders umsichtig und rücksichtsvoll?“

Die DSGVO ist kein Hindernis

Während negatives Feedback die Fahrer zu einer Verhaltensänderung animieren kann, sollen positive Rückmeldungen sie in dem bestärken, was sie bereits richtig machen: So kann etwa der Flottenmanager jede Woche seine Fahrer informieren, wie sie im Vergleich zu ihren Kollegen abgeschnitten haben – und ihnen Videos zu Situationen aus ihren eigenen Fahrerkabinen zeigen, in denen sie besonders aufmerksam oder falsch reagiert haben. „Unsere Lösung für den europäischen Markt ist vollkommen DSGVO-konform“, unterstreicht Durgadutt Nedungadi dabei: „Nur der Fahrer kann die Aufzeichnungen zu seiner Person sehen. Schon damit erreichen wir laut unseren Kunden einen deutlichen Rückgang der Unfallzahlen. In anderen Märkten mit weniger strengen regulatorischen Vorschriften ist der Effekt natürlich noch größer.“

Die nächsten Innovationsschritte befinden sich bereits in der Pipeline: So will Netradyne mithilfe der KI auf Basis der Augenbewegungen der Fahrer ein Frühwarnsystem für Sekundenschlaf entwickeln. Denn das Ziel von Netradyne bleibt klar: den Straßenverkehr auf der ganzen Welt sicherer machen.

Netradyne Netherlands B.V.
Laarderhoogtweg 25
1101 EB Amsterdam
Niederlande
driveri@netradyne.com
www.netradyne.com

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