interbad 2026: Diese Highlights sollten Besucher in Stuttgart im Blick behalten

Für Besucher lohnt sich in diesem Jahr besonders der Blick über die klassischen Produktneuheiten hinaus. Energieeffizienz und Dekarbonisierung treffen auf Digitalisierung, neue Betriebskonzepte und die Frage, wie öffentliche Bäder langfristig wirtschaftlich betrieben werden können. Mit dem 71. DGfdB-Kongress, dem interbad Innovation Award und einer Exkursion zu einem mobilen Hallenbad verbindet die Messe Ausstellung und praktische Anwendung.

Diese Highlights sollten Besucher im Blick behalten

interbad Innovation Award: Sechs Unternehmen treten mit neuen Lösungen für Schwimmbadbau, Wasseraufbereitung und Energieeffizienz an. AQUABOX-Exkursion: Ein mobiles Hallenbad aus vorgefertigten Holzmodulen zeigt einen neuen Ansatz für kommunale Sanierungsphasen. DGfdB-Kongress: Digitalisierung, Dekarbonisierung, Daseinsvorsorge und die Zukunft öffentlicher Bäder stehen im Mittelpunkt. Sauna from Finland: Das Netzwerk mit rund 200 Unternehmen bringt finnische Saunakultur und neue Produkte nach Stuttgart. Schwimmbadtechnik: Von smarter Filtertechnik bis zur Wärmerückgewinnung zeigen Hersteller Lösungen für effizientere Anlagen. Spa und Wellness: Neue Design- und Betriebskonzepte richten sich unter anderem an Hotels, Spa-Betreiber und Planer.

Innovation Award zeigt konkrete Lösungen

Besonders praxisnah wird es beim interbad Innovation Award. Ausgezeichnet werden Lösungen, die technische Innovation mit Nachhaltigkeit und Energieeffizienz verbinden. Zu den eingereichten Entwicklungen gehört beispielsweise SmartSlide, eine Wasserrutsche, deren Licht-, Sound- und Spezialeffekte Besucher über eine App konfigurieren können. Andere Beiträge beschäftigen sich mit neuen Filterverfahren, Beckenauskleidungen und biologischer Wasseraufbereitung. Mit AC Pool NEW ist außerdem eine Technologie nominiert, die laut Anbieter den mit dem Wasseraustausch verbundenen Wasser- und Energieverbrauch deutlich reduzieren soll. Damit zeigt der Wettbewerb auch, wie breit Innovation im Bäderbereich inzwischen verstanden wird. Es geht nicht mehr allein um Attraktionen für Besucher, sondern um Wasserverbrauch, Energiebedarf, Wartung und Betriebskosten.

Ein Hallenbad, das weiterziehen kann

Ein ungewöhnliches Projekt können Fachbesucher außerhalb des Messegeländes kennenlernen. Die AQUABOX in Stuttgart-Zuffenhausen ist ein temporäres Hallenbad aus vorgefertigten Holzmodulen. Sie überbrückt die Neubauphase des örtlichen Hallenbades und kann anschließend demontiert und an einem anderen Standort wieder aufgebaut werden. Das Gebäude verfügt über ein 25-Meter-Becken mit fünf Bahnen und Teilhubboden. Bei einer Exkursion werden Architektur, Holzbauweise und technische Lösungen vorgestellt. Gerade für Kommunen ist der Ansatz interessant. Wenn Schwimmbäder saniert oder neu gebaut werden, entstehen jahrelange Schließzeiten. Ein versetzbares Interimsbad könnte das abfedern und zeigt gleichzeitig, was modulare Bauweisen im Bäderbau leisten können.

Öffentliche Bäder zwischen Digitalisierung und Daseinsvorsorge

Parallel zur Ausstellung findet der 71. DGfdB-Kongress statt. Inhaltlich geht es um Smartifizierung und Virtualisierung, grüne Energie und Dekarbonisierung sowie die zukünftige Rolle öffentlicher Bäder in der Daseinsvorsorge. Auch mentale Gesundheit, Resilienz und die Mehrfachnutzung öffentlicher Räume stehen auf der Agenda. Dahinter steckt eine Frage, die viele Kommunen umtreibt: Wie lassen sich Schwimmbäder modernisieren und zugleich finanziell tragfähig betreiben? Technische Lösungen können dazu beitragen. Effizientere Wasseraufbereitung, Wärmerückgewinnung oder digitale Betriebssteuerung sparen Energie und Ressourcen. Gleichzeitig müssen Investitionen finanzierbar bleiben und Anlagen ihre gesellschaftliche Funktion erfüllen.

Finnische Saunakultur trifft moderne Wellnesskonzepte

Auch Sauna und Wellness bleiben zentrale Bereiche der interbad. Das Netzwerk Sauna from Finland, dem rund 200 Unternehmen angehören, präsentiert sich 2026 unter dem Thema Wald und bringt Produkte und Konzepte rund um das finnische Saunaerlebnis nach Stuttgart. Daneben zeigen Hersteller neue Sauna-, Spa- und Wellnesslösungen. Für Hotels und Betreiber wird dabei zunehmend interessant, wie sich Design, Energieeffizienz und Erlebnis verbinden lassen. Die interbad 2026 findet vom 6. bis 8. Oktober auf dem Gelände der Messe Stuttgart statt. Dienstag und Mittwoch ist die Messe von 9 bis 18 Uhr geöffnet, am Donnerstag von 9 bis 17 Uhr. Wer auf der Messe mehr sucht als Produktneuheiten, schaut am besten auf Energiekonzepte, Digitalisierung und neue Betriebsmodelle. Sie entscheiden zunehmend darüber, wie wirtschaftlich Schwimmbäder, Saunen und Spa-Anlagen betrieben werden können. Welche Antworten die Branche bereits gefunden hat, lässt sich in Stuttgart konkret prüfen.

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