Sicherheit und Vertrauen bei der globalen Produktbeschaffung

Interview mit Jan Silanoglu, Geschäftsführer und Max Silanoglu, Geschäftsführer der Line Up Handels GmbH

Wer die richtigen Kontakte hat, kommt schneller zum Ziel. Und die Line Up Handels GmbH hat die richtigen Kontakte. Schließlich ist das Familienunternehmen seit mehr als 30 Jahren im Geschäft und unterstützt seine Partner mit vielfältigen Dienstleistungen und Services. Ganz gleich ob Beratung, Bemusterung oder Serienfertigung, ob Qualitätskontrolle, Importabwicklung oder Logistik: Das Unternehmen aus Mönchengladbach hat auf jeden Fall immer die richtige Lösung. „Wir sind persönlich, schnell, kosteneffizient, lösungsorientiert und zuverlässig“, nennt Max Silanoglu gleich mehrere Gründe, warum Kunden Line Up als Partner wählen. „Abhängig von der Dringlichkeit des Auftrags können wir auf verschiedene Lieferwege zugreifen. Neben dem Standardtransport mittels Seecontainer können wir Teilmengen bei Bedarf auch per Luftfracht holen. Dabei sind wir stets im persönlichen Austausch mit unseren Kunden und schauen nach der für sie optimalen Lösung.“

Generationswechsel

Aktuell ist der Generationswechsel ein wichtiges Thema bei Line Up: Seit dem 1. Oktober 2024 wird die Line Up Handels GmbH von der nächsten Generation übernommen. Generationsübergreifend ist jedoch der Anspruch, sich als Beschaffungspartner stets weiterzuentwickeln, weiter zu digitalisieren und den Kunden durch einfache und transparente Abläufe noch mehr Vorteile bieten zu können. Mit dem Generationswechsel stellt Line Up die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft. Jan und Max Silanoglu treten in große Fußstapfen, sind jedoch bestens darauf vorbereitet, das Familienunternehmen mit frischen Ideen und einem starken Fundament weiterzuführen. Traditionen werden gewahrt, während neue innovative Wege eingeschlagen werden, um das Unternehmen in eine vielversprechende Zukunft zu lenken. Die nächsten Jahrzehnte versprechen spannende Entwicklungen – im Einklang mit den bewährten Line Up-Werten. Um Abläufe möglichst transparent und effizient zu gestalten, nimmt die Digitalisierung einen immer größeren Raum in den Prozessen von Line Up ein.

„Wir sind sehr stark digitalisiert“, sagt Max Silanoglu. „Und genau das wollen mein Bruder und ich als nächste Generation mit ins Unternehmen bringen. So entwickeln wir inhouse ein Line Up-Dashboard, das schon heute unsere gesamte Serviceleistung digitalisiert und in das wir schrittweise weitere Funktionen integrieren.“ Angesichts der gesellschaftlichen Sensibilität gewinnt auch das Thema Nachhaltigkeit immer mehr an Bedeutung. „Sämtliche Produktionspartner werden von uns auch in Bezug auf Nachhaltigkeit regelmäßig auditiert“, betont Jan Silanoglu. „Außerdem haben wir ein eigenes Tool entwickelt, das die CO2-Emissionen während des Transportes darstellt.“

Spektrum erweitert

Obwohl die Ursprünge von Line Up in der Textilbranche liegen, hat sich das Spektrum im Laufe der Zeit deutlich erweitert. „Unsere Eltern haben relativ schnell festgestellt, dass sich unser Service auch auf andere Branchen übertragen lässt“, erklärt Max Silanoglu. „Deshalb sehen wir uns auch als branchenübergreifenden Beschaffungspartner. Alles, was im produzierenden Gewerbe umgesetzt wird, sehen wir als Potenzial für uns. Textilien beschaffen wir immer noch, aber auch Komponenten für den Maschinenbau. Wir fertigen auch viele Teile für die Bauindustrie, unter anderem aus Stahl, Aluminium und Spritzguss.“ „Aktuell gibt es zwei große Produktbereiche“, ergänzt Jan Silanoglu. „Das eine sind handelsfertige Waren, das andere Komponenten, die im Produktionsprozess weiterverarbeitet werden.“

Netzwerke ausgebaut

Line Up Kunden profitieren direkt vom großen Leistungsspektrum entlang der gesamten Wertschöpfungskette indem Sie auf das von Line Up etablierte Netzwerk zurückgreifen. „In mehr als 30 Jahren haben wir unsere Geschäftsbeziehungen stetig vertieft und ausgebaut“, erläutert Jan Silanoglu. „Deshalb kennen wir unsere Partner gut und können auch die Qualitätsansprüche unserer Kunden erfüllen.“ Für den deutschen Auftraggeber ist Line Up immer der direkte Ansprechpartner. Jeder Auftrag ist individuell; dies gilt für Handelsware ebenso wie gefertigte Teile.

Niederlassung in China

1992 gründeten die beiden Bekleidungsingenieure Mustafa Silanoglu und seine Ehefrau Helga Tigges-Silanoglu ihre Firma Line Up mit dem Fokus auf die Beschaffung von Textilien für Deutschland. 1998 wurde ein eigener Standort in China gegründet, um die Fertigung und die Qualität in den Partnerbetrieben besser im Auge zu haben. In den kommenden Jahren wurde das Produkt- und Leistungsspektrum stetig ausgebaut. Kunden des Unternehmens mit zehn Beschäftigten am Hauptsitz Mönchengladbach und weiteren fünf in der chinesischen Niederlassung sind Firmen sämtlicher Größe.

Viele Empfehlungen

„Für uns steht der persönliche Kontakt bei allem, was wir machen, immer im Vordergrund“, verdeutlicht Jan Silanoglu. „Genau das vermitteln wir auch unseren Kunden: dass sie immer einen individuellen Ansprechpartner haben, den sie auch jederzeit kontaktieren können. Trotz aller modernen Technologien halten wir das – auch aus Sicht der Kunden – für sehr wichtig, denn es gibt ihnen mehr Sicherheit und stiftet Vertrauen.“ Zukünftig wird sich Line Up auch auf Fachmessen präsentieren, um weitere Kundenkreise zu erschließen.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

Eurozone und Staatsschulden: Warum Deutschland anders investieren könnte

Eurozone und Staatsschulden: Warum Deutschland anders investieren könnte

Frankreichs Schuldenprobleme werfen eine grundsätzliche Frage auf: Sollte Deutschland seine vergleichsweise hohe Kreditwürdigkeit ausschließlich zur Begrenzung der Staatsverschuldung nutzen? Ein ungewöhnlicher Vorschlag sieht vor, mit zusätzlichen Krediten produktive Vermögenswerte im…

Japans Zinswende: Warum steigende Zinsen die Weltbörsen belasten könnten

Japans Zinswende: Warum steigende Zinsen die Weltbörsen belasten könnten

Japan hebt seinen Leitzins auf den höchsten Stand seit 31 Jahren. Was zunächst wie eine nationale geldpolitische Entscheidung aussieht, könnte internationale Folgen haben. Denn über Jahrzehnte haben Investoren günstige Yen-Kredite…

Mentale Gesundheit für Executives: Die unsichtbare Krise erkennen

Mentale Gesundheit für Executives: Die unsichtbare Krise erkennen

Sie treffen Entscheidungen, die das Leben vieler Menschen berühren. Sie tragen Druck, den andere kaum sehen. Über das, was dieser Druck mit ihnen macht, sprechen sie selten. Bei Führungskräften zeigt…

Aktuellste Interviews

Software für den Praxisalltag

Interview mit Fabian Gundlach, Geschäftsführer der ergosoft GmbH

Software für den Praxisalltag

Aus einer Abrechnungssoftware für Psychotherapeuten ist bei ergosoft über drei Jahrzehnte eine umfassende Lösung für den Praxisalltag entstanden. Geschäftsführer Fabian Gundlach setzt auf Spezialisierung, engen Kundenkontakt und neue Technologien wie…

Schnell reagieren können

Interview mit Steven Herpichböhm, CTO der Gramß GmbH Kunststoffverarbeitung

Schnell reagieren können

Wie wird aus einem kleinen Familienbetrieb ein hochmoderner Kunststoffspezialist mit 150 Maschinen? Steven ­Herpichböhm, CTO der Gramß GmbH in Spechtsbrunn bei Sonneberg, kennt die Antwort. Im Interview spricht er über…

„Die ESA sagte uns, was wir machen, sei unmöglich!“

Interview mit Tom Segert, Mitgründer und CEO der Berlin Space Technologies GmbH

„Die ESA sagte uns, was wir machen, sei unmöglich!“

Kaum ein Unternehmen dürfte derart komplex zu gründen und zu skalieren sein wie ein Satellitenhersteller: Tom Segert und seine Partner haben es dennoch getan – mit beachtlichen Erfolgen, die sich…

TOP