Nachhaltigkeit als Leitmotiv: Ein neues Kapitel im Bauen

Interview mit Christian Pelzeter, Partner bei heinlewischer

Wirtschaftsforum: Herr Pelzeter, könnten Sie uns Einblicke in die Gründungsgeschichte und den Entwicklungsprozess Ihres Büros gewähren?

Christian Pelzeter: Unser Büro wurde tatsächlich in einer Zeit (1962) gegründet, als Architektur begann, eine neue Richtung einzuschlagen. Von Anfang an war es unser Ziel, Räume zu schaffen, die nicht nur funktional und ästhetisch ansprechend sind, sondern auch die Lebensqualität der Menschen verbessern. Über die Jahre hinweg haben wir uns kontinuierlich weiterentwickelt, indem wir uns neuen Herausforderungen gestellt und innovative Lösungen gefunden haben. Unsere Projekte haben uns quer durch Deutschland und darüber hinaus geführt, wobei jedes Projekt uns die Möglichkeit gab, unser Wissen zu erweitern und unsere Ansätze zu verfeinern.

Wirtschaftsforum: Die Architektur spielt eine entscheidende Rolle beim nachhaltigen Bauen. Können Sie konkretisieren, wie Ihr Büro Nachhaltigkeitsprinzipien in den Projekten umsetzt?

Christian Pelzeter: Absolut. Nachhaltigkeit ist für uns kein Modewort, sondern eine Grundhaltung, die alle unsere Projekte durchzieht. Wir haben in vielen Projekten gezielt Materialien und Techniken eingesetzt, die sowohl energieeffizient als auch langlebig sind. Dies umfasst solare Energiegewinnung, effiziente Wärmedämmung und nachhaltige Wasserwirtschaftssysteme. Durch diese Ansätze minimieren wir den ökologischen Fußabdruck unserer Bauten und sorgen gleichzeitig für ein gesundes und angenehmes Innenraumklima. Darüber hinaus legen wir großen Wert darauf, unsere Gebäude harmonisch in ihre Umgebung einzufügen und die natürlichen Gegebenheiten zu respektieren.

Wirtschaftsforum: Die Digitalisierung hat viele Branchen revolutioniert. Wie nutzen Sie digitale Tools in der Planung und Umsetzung Ihrer Projekte?

Christian Pelzeter: Die Digitalisierung hat uns tatsächlich ermöglicht, unsere Planungs- und Bauprozesse grundlegend zu verändern. Mit BIM (Building Information Modeling) können wir ein Gebäude virtuell konstruieren, bevor der erste Spatenstich erfolgt. Dies ermöglicht uns nicht nur, Planungsfehler frühzeitig zu erkennen und zu beheben, sondern auch eine viel genauere Kostenschätzung und Zeitplanung vorzunehmen. Darüber hinaus fördert der Einsatz digitaler Tools die Transparenz und Kommunikation im Team und mit unseren Auftraggeberinnen und Auftraggebern. Wir können Veränderungen in Echtzeit vornehmen und verschiedene Szenarien durchspielen, was letztendlich zu besseren Ergebnissen führt.

Wirtschaftsforum: Sie haben eine starke Unternehmenskultur bei heinlewischer erwähnt. Wie manifestiert sich diese im Alltag?

Christian Pelzeter: Unsere Kultur ist das Herzstück unseres Erfolgs. Sie basiert auf gegenseitigem Respekt, Offenheit und der Bereitschaft, voneinander zu lernen. Wir legen großen Wert auf Diversität und Inklusion, da wir glauben, dass verschiedene Perspektiven zu kreativeren und innovativeren Lösungen führen. Zudem fördern wir eine Kultur der kontinuierlichen Weiterbildung und des Austauschs. Dies schafft ein Umfeld, in dem sich jede und jeder Einzelne wertgeschätzt fühlt und zum Erfolg des Teams beitragen kann. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist uns ebenso wichtig; flexible Arbeitszeiten und Home-Office-Möglichkeiten sind nur einige der Maßnahmen, die wir ergreifen, um unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein ausgewogenes Leben zu ermöglichen.

Wirtschaftsforum: Blick in die Zukunft: Welche Ziele und Herausforderungen sehen Sie für heinlewischer am Horizont?

Christian Pelzeter: Die Welt der Architektur ist ständig im Wandel, und wir sind bereit, uns diesen Veränderungen zu stellen. Unser Ziel ist es, weiterhin an der Spitze der Nachhaltigkeit in der Architektur zu sein, indem wir Gebäude schaffen, die sowohl umweltfreundlich als auch zukunftsfähig sind. Wir möchten unsere Kompetenzen im Bereich der digitalen Planungsprozesse weiter ausbauen und gleichzeitig unseren Beitrag zum ökologischen Bauen verstärken. Herausforderungen gibt es viele, insbesondere im Hinblick auf die steigenden Anforderungen an Energieeffizienz und die Integration neuer Technologien. Doch wir sehen diese Herausforderungen als Chancen, unser Fachwissen zu erweitern und innovative Lösungen zu entwickeln, die positive Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Umwelt haben.

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