Die Grenzen der Mindset-Arbeit: Warum Unternehmerinnen alte Muster erkennen und trotzdem wiederholen

Nicht den Gedanken verändern, sondern die Reaktion dahinter

Der entscheidende Ansatzpunkt ist nicht der Glaubenssatz selbst, sondern die Erfahrung, aus der die Reaktion entsteht. Körperarbeit, bewusste Bewegung und Tanz machen sichtbar, was sich rational nur schwer greifen lässt: Wo entsteht Anspannung? Wann geht der Körper in Widerstand? Welche Situationen lösen Rückzug, Anpassung oder Kontrolle aus?

Die Arbeit mit dem Nervensystem setzt genau hier an. Automatisierte Reaktionen sollen nicht nur verstanden, sondern körperlich neu erfahren werden. So entsteht mehr Handlungsspielraum, wo bisher das alte Muster übernommen hat.

Veränderung braucht neue Erfahrungen

Nachhaltige Veränderung entsteht, wenn diese körperliche Arbeit in den unternehmerischen Alltag übertragen wird. Neue Sinnes- und Handlungserfahrungen müssen wiederholt werden, damit sich vertraute Reaktionsmuster langfristig verändern können.

Auch das Umfeld spielt eine wichtige Rolle. Über Geld, Ängste und Unsicherheiten wird unter Unternehmerinnen selten offen gesprochen. Der Austausch in der Gruppe kann Scham reduzieren, blinde Flecken sichtbar machen und neue Perspektiven eröffnen. So wird Veränderung unternehmerisch wirksam: Erkennen schafft Bewusstsein, Regulation erweitert den Handlungsspielraum und neue Erfahrung verankert Veränderung.

Iris Yasmine Harms ist Unternehmerin und Expertin für Geldbewusstsein, finanzielle Selbstbestimmung und nachhaltige Veränderungsprozesse.

https://iris-yasmine-harms.de/

 

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