Hilfe zur Selbsthilfe

Interview mit Kai Ebert, Strategic Marketing Lead DACH der Valtech GmbH

„Wir stehen nicht so sehr im Rampenlicht wie viele große Unternehmen, obwohl wir im aktuellen Internetagenturranking des BVDW wieder auf Platz 6 gelandet sind.“, erläutert Kai Ebert, Strategic Marketing Lead DACH. „In Zukunft werden wir aber mehr kommunizieren, um unsere Marktpräsenz zu stärken.“

End-to-End-Services

Durch das Angebot von End-to-End-Services, die strategische Beratung, Prozessorganisation, Customer Journey Design, Technologieentwicklung und Implementierung umfassen, geht der Ansatz von Valtech über Software und Technologie hinaus und betrachtet das Kundenerlebnis als Ganzes.

„Unser Credo lautet ‘Transform by doing’, so Kai Ebert. „Wir bieten unter anderem rund um das Thema Commerce ein umfassendes Serviceportfolio an, von der initialen Beratung bis hin zur Implementierung und dem Betrieb. Dabei liegt unser Fokus auf den Branchen B2B/Manufacturing, Retail und Mobility. Bei der Auswahl der Technologie sind wir agnostisch unterwegs. Wir sind nicht auf einen Partner festgelegt, sondern treffen die Auswahl aus Sicht unserer Kunden. Wir denken in Ökosystemen, die über API-Schnittstellen verknüpft oder geöffnet werden können und somit „composable“ sind.“

Als Gründungsmitglied der MACH-Alliance zählt Valtech zu den Pionieren von Composable-Commerce-Lösungen im Agenturumfeld. Die MACH-Architektur (Microservices, API-First, Cloud-Native und Headless) ist im Wesentlichen das, worum es bei Composable Commerce geht. Verschiedene unabhängige Komponenten können flexibel miteinander kombiniert werden, um maßgeschneiderte Lösungen zu erstellen. Innovationen können so schneller vorangetrieben und nahtlose Kundenerlebnisse über alle Kanäle hinweg geboten werden. Diese Technologien ermöglichen es Kund:innen, ihre Tech-Stacks individuell auf ihre jeweiligen Anforderungen und Bedürfnisse anzupassen, statt teure monolithische Komplettlösungen kaufen zu müssen.

„Das mag sich jetzt nach dem nächsten Buzzword anhören, ist aber in der Branche bereits ein fester Begriff. So präferiert die Mehrheit der von Valtech zusammen mit Copperberg im Rahmen der Studie „The Voice of Digital Leaders in Manufacturing“ befragten Entscheider:innen einen Composable-Ansatz in ihrer Architektur.“ so Ebert

Die Kunden von Valtech schätzen über diesen ganzheitlichen Ansatz und das umfangreiche Service-Portfolio hinaus die Bodenständigkeit des Unternehmens und die Beratung auf Augenhöhe. Valtech steht für echte Mehrwerte, in Bezug auf die Programme und die Beratung. „Wir leisten im Grunde Hilfe zur Selbsthilfe“, so Kai Ebert. „Unser Engagement ist mehr als technische Implementierung, denn für unsere Kunden sind Themen wie Operating Models oder Agilitätsberatung ebenfalls wichtig.“

Wachstum und Partnerschaften

„Wir möchten wachsen“, erklärt Kai Ebert. „Wachstum ist bei uns allerdings kein Selbstzweck. Wir möchten wachsen, um unseren Kunden noch ganzheitlichere Lösungen bieten zu können. Unser Anspruch ist es, den Unternehmen wirklich zu helfen, vor allem denjenigen, die keine ‘Pure Digital Player’ sind, die in der Transformation noch Aufgaben bewältigen müssen. Dazu werden wir auch auf langfristige Partnerschaften setzen. Mit VW haben wir zum Beispiel das Joint Venture Valtech Mobility ins Leben gerufen, mit dem wir uns auf digitale Lösungen rund um das vernetzte Fahrzeug konzentrieren. Der positiven Entwicklung des Joint Ventures wurde nun damit Rechnung getragen, dass eine globale Mobility Service Line unter der Leitung von Automotive-Experte Peter Ivanov ins Leben gerufen wurde. Das neue Angebot von Valtech vereint nun mehr als 25 Jahre Erfahrung unter einem globalen Dach - einschließlich der Experten von Valtech Mobility.

Auch in der nächsten Zeit will die Valtech ihren Ende-zu-Ende-Ansatz unter anderem mit Themen wie KI, Salesforce und Commercial Strategies weiter ausbauen. Auf Wachstum ausgerichtet, will man dazu die Präsenz vor Ort wie global ausbauen und das länderübergreifende Arbeiten forcieren, um dem lokalen Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die passenden Expert:innen dort einzusetzen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

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